Rückblick: Perrin & Fils, Maison Nicolas Perrin und Château de Beaucastel

| 14. Dezember 2012 | 0 Kommentare Alles lesen

Sieben Monate lang hatten wir das Vergnügen, uns durch das fast komplette Sortiment der Weine von Perrin & Fils, der Maison Nicolas Perrin und des Château de Beaucastel zu kosten. Sieben Monate in denen wir uns vom einfachen Alltagswein bis hinauf zu den noblen Châteauneuf-du-Papes ‘durcharbeiteten’. Dabei haben wir uns durch die unterschiedlichsten Terroirs ‘gekostet’ und deren Charaktere kennengelernt. Nirgendwo sonst wird soviel Kult um Herkunft betrieben wie in Frankreich, nirgendwo sonst verzichtet man auf den Etiketten so beharrlich auf den Hinweis auf die verarbeiteten Rebsorten, weil deren Herkunft eben mehr zählt. So haben wir denn auch eine Reise durch die einzelnen Regionen des Südens wie auch des Nordens angetreten und dabei viele aussergewöhnliche Momente erlebt und wieder ebenso viel Neues über Wein und ganz besonders über ‘Terroir’ dazu gelernt. Welche Weine uns am meisten beeindruckt haben steht wie immer ganz am Schluss, wo wir unsere persönlichen ‘Favoriten’ küren.

Das Beste aus dem Boden – via Château de Beaucastel

Nachfolgend ein Überblick über die Weine mit ein paar kurzen Anmerkungen, welchen Eindruck Sie hinterlassen haben, sowie die Links zu den einzelnen Verkostungsberichten.

Vorstellung Perrin & Fils, Maison Nicolas Perrin & Château de Beaucastel:

Perrin et Fils & Château de Beaucastel

Die Weine von Perrin & Fils:

Der ‘Réserve’ Côtes du Rhône Rouge 2010 ist ein echter Côtes du Rhône für Leckermäuler. Ein konzentriertes und saftiges Trinkvergnügen, das man sich ruhig öfter gönnen kann und sollte.

Trocken wie ein Wüstenwind ist der ‘Réserve’ Côtes du Rhône Blanc 2011 und fasziniert mit frischem Pfirsich und kühler Mineralik. Ein milder, weicher und universeller Alltagswein der einfach Spass macht.

Der Perrin ‘Nature’ Côtes du Rhône 2010 ist ein fruchtbetonter ‘Sommer-Rotwein’, der leicht gekühlt zum absoluten Renner wird. Seine kühle Frische macht ihn zu einem äusserst angenehmen Zeitgenossen.

Mit Honig, Muskatnuss und Pfefferminze punktet der Muscat ‘Beaumes de Venise’ 2009. Hocharomatisch und mit einer herben Süsse verzaubert dieser süsse Tropfen mit Aromen von Lychees, Pfirsichen, Marillen und reifen Mangos.

Authentisch, rustikal und voll Charakter ist der Rasteau L´Andéol 2010 Côtes du Rhône und zeigt sich kräftig, mineralisch und terroirgeprägt. Kein Wein für Freunde frischer Früchte, sondern echter Wolf im Schafspelz.

Der Tavel AOC 2011 Rosé ist ein typischer Südfranzose. Dunkelhimbeerrot mit reifen Kirschen sowie trocken, saftig und würzig ist der Tavel ist ein Rosé für Leute die Charakter und Persönlichkeit zu schätzen wissen.

Ein rauer Bursche mit reichlich Kraft ist der Gigondas ‘La Gille’ 2010. Ein Wein dem man Zeit geben und vor allem ein wenig genauer ‘zuhören’ muss, um eine Ahnung zu bekommen, was einen da in ein paar Jahren dann erwarten wird.

Der Vacqueyras ‘Les Christins’ 2010 ist nichts für Warmduscher. Ohne Rücksicht auf Verluste demonstriert er, dass er nur aufgrund seiner Persönlichkeit gemocht werden will und ihm alles andere egal ist. Wein für Könner.

Eine wohlige Massage für den Gaumen und die Lippen ist der Vinsobres Vieilles Vignes ‘Les Hauts de Julien’ 2007. Erdbetont und fein geräuchert, setzt dieses ‘Konzentrat von Rauch und saftig-reifen Beeren’ jedem Fest die Krone auf.

Der ‘Les Sinards’ 2009 Châteauneuf-du-Pape ist ein ‘junger Hüpfer’ der heute schon mächtig Spass macht. Saftig-süss und herrlich trocken ist er ein Wein den man sich weglegt und über viele Jahre hinweg seine Entwicklung verfolgt.

Die Weine der Maison Nicolas Perrin:

Elegante Spröde zeichnet den Crozes-Hermitage 2010 aus. Trocken, erdig und leichtgewirkt präsentiert er sich entsprechend frisch und überzeugt mit Mineralität und Rasse. Ein Tropfen für gehobene Ansprüche und idealer Herbstwein.

Der Saint Joseph 2010 ist eine Explosion von dunklen Beeren. Volle Frucht bei hoher Mineralik macht ihn zu einem mehr als süffigen Genossen, der frisch und kühl sich seinen Weg am Gaumen bahnt und dabei äusserst schlank bleibt.

Rassig mineralisch und vornehm herb zeigt sich der Condrieu 2010. Lippen, Zunge und auch Gaumen haben ihre Freude mit diesem Wein und wer wissen will wie Viognier aus ‘Höhenlage’ schmeckt, dem diene dieser Edelstoff als Referenz.

Der Hermitage 2010 ist nichts für Freunde frischer Früchte. Herkunft und Boden ist alles was zählt. Ein idealer Herbst- und Winterweisswein, der einen die ruhigen Stunden des Tages auf höchstem Niveau geniessen lässt.

Frech, charmant und sehr sympathisch ist der Côte-Rôtie 2009. Filigran und mineralisch zieht der Edeltropfen wie ein feines Kaschmirtuch über den Gaumen und betört mit saftiger und erdiger Beerenwürze. Grosses Kino.

Die Weine von Château de Beaucastel:

Obwohl noch ‘relativ’ jung, ist der Châteauneuf-du-Pape rouge 2009 bereits bereit für den verwöhnten Gaumen. Frisch und frech zeigt in einer feinen Tabakwolke was wirklich grosse Weine ausmacht.

Der Châteauneuf-du-Pape blanc 2010 Roussanne Vieilles Vignes verzaubert mit tropischer Frucht und Mineralik auf höchstem Niveau. In den schönsten Momenten des Lebens ein wahrlich edles Weinvergnügen.

Bei insgesamt 17 verkosteten Weinen ist es schwer drei heraus zu picken. Vor allem dann wenn mehr als drei das Zeug zum ‘Favoriten’ haben. Persönlich mag ich die von Mineralik geprägten Weine sehr. Deshalb fiel meine subjektive Wahl auch auf folgende drei Weine:

Meine Favoriten aus den Sortimenten von Perrin & Fils, der Maison Nicolas Perrin und des Château de Beaucastel:

Vinsobres Vieilles Vignes ‘Les Hauts de Julien’ 2007
Hermitage 2010
Côte-Rôtie 2009

Über all dem steht als ‘Glanzlicht’ der…

Châteauneuf-du-Pape blanc 2010 Roussanne Vieilles Vignes

Für die Zurverfügungstellung der Weine bedanken wir uns recht herzlich bei Olivier Brun von Veritable Vins & Domaines Deutschland.

Mehr Informationen über alle vorgestellten Weine gibt es auf den Webseiten der Famille Perrin, der Maison Nicolas Perrin und des Château de Beaucastel.

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