Weindeutsch richtig verstehen

| 12. Mai 2011 | 0 Kommentare Alles lesen

Sie trinken gerne Wein, kommen sich aber völlig hilflos vor weil Sie nicht wissen, ob Sie Holz, Hollunder oder Kirsche, Lakritze oder Vanille schmecken sollen? Sie hören Önologie und lesen über ampelograhische Merkmale ohne zu wissen wovon tatsächlich gesprochen wird? Seien Sie beruhigt. Sie befinden sich in bester Gesellschaft.

Nicht jeder kann mit den unzähligen önologischen und ampelographischen Begriffen und schon gar nicht mit all den sensorischen Beschreibungen etwas anfangen oder diese richtig “entschlüsseln”. Womit wir bereits drei der wichtigsten Begriffe in nur einem Satz verwendet haben.

Önologie

Die Önologie ist schlicht und einfach die “Kellerwirstchaft” und ein Studienbereich in Weinbau und Weinproduktion. Die Önologie befasst sich hauptsächlich mit dem Keltern und dem Reifen des Weines. Sollten Sie also wieder einmal von Produktion, Lagerung, Vinifizierung und ähnlichem hören oder lesen, dann wissen Sie, dass es dabei um Themen der Önologie geht.

Ampelographie

Die Ampelograhie dagegen ist die Lehre von der Bestimmung und Beschreibung der Rebsorten. Dazu gehört auch ihre wissenschaftlichen Klassifizierung. Die Ampelographie ist ein Teilbereich der Önologie. Wenn Sie also über Namen und Eigenschaften von Rebsorten, deren Herkunft und Verbreitung, sowie über Synonyme und anderer Merkmale lesen oder hören, dann handelt es sich dabei um Ampelographie.

Weinsensorik

Die Weinsensorik befasst sich mit der genauen Analyse von Farbe, Duft und Geschmack des Weins und ist wesentlicher Bestandteil jeder Verkostung. Sie liefert ein System welches hilft, die vorhandenen Inhaltsstoffe des Weins aufzuzeigen und zu vergleichen. Dabei erfahren Sie was im Wein drin ist und was Sie riechen oder schmecken können. Sollten Sie also wieder einmal von Brillanz und honigfarbenen Reflexen, von Röstaromen oder Holz am Gaumen, von Vanille oder Kirschfrucht lesen oder hören, dann wissen Sie mit Sicherheit, dass es hier um die Sensorik geht und Sie sich getrost auf Ihre Sinne verlassen können.

Mit diesen drei Hauptbegriffen sind Sie dann schon einmal in der Lage zu erkennen, worum es eigentlich geht. Jeder Bereich für sich ist, wenn auch komplex und umfangreich, höchst interessant und es wert sich näher mit ihm zu befassen. Wer sich für die Produktion und die Kunst des Kelterns interessiert, der findet in der Önologie sehr viel interessantes. Wer sich für die Geschichte und Eigenschaften von Rebsorten interessiert, der findet in der Ampelographie eine unerschöpfliche Wissensquelle. Und wer die Eigenschaften von Weinen mit seinen Sinnen erfahren will, der wird in der bildlichen und sinneserweiternden Welt der Weinsesorik seine “Heimat” finden.

Weindeutsch für alle Freunde guter Tropfen

Mit dieser kleinen Einführung wollen wir eine lose und ungezwungene Serie starten, in der wir uns dem “Weindeutsch” widmen und versuchen, dieses so zu übersetzen, dass jeder Weinfreund weiss wovon die Rede ist. Natürlich wissen wir, dass vieles nicht wirklich unbekannt oder etwa neu ist. Wir wollen auch das Rad nicht neu erfinden. Es soll vielmehr all jenen weiterhelfen, die noch nicht als ausgewiesene Experten gelten und Wein ein wenig “fortgeschrittener” geniessen möchten.

Am Ende alles Wissens steht jedoch wie immer, das nur was Ihnen schmeckt auch gut ist. Wenn dann Begeisterung fürs Wissen rund um Wein auch noch dazu kommt, dann befinden Sie sich bereits mitten drin in einer sinnlichen und faszinierenden Welt, die Sie so einfach nicht mehr los lässt.

Teilen Sie auch Ihre Erfahrungen, Ihr Wissen und Ihre Erkenntnisse mit uns. Auf Ihre Kommentare freuen wir uns jetzt schon.

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Kategorie: Blog, Wein-Wissen

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