Rosé ‘Fusion’ 2010

| 31. August 2011 | 0 Kommentare Alles lesen

Der erste Wein unseres Kooperatonspartners K&U Weinhalle steht am ‘Tisch der Wahrheit’ und eröffnet den aussergewöhnlichen Verkostungs-Marathon. Das Thema dieser Verkostungsrunde heisst “Die Farbe ROSÉ – Weinvergnügen zwischen Rot und Weiss“. Somit ergeben sich automatisch die Weine um die es hier geht. Nämlich Rosés. In allen Farbtönen und in allen Varianten die man sich nur vorstellen kann.

Eingeläutet wird diese Runde von einem Wein mit dem vordergründig technisch klingenden Namen ‘Fusion‘ von Sven Leiner aus der Pfalz. Eine aussergewöhnliche Cuvée aus Tempranillo, Cabernet Sauvignon und Spätburgunder. Drei der bedeutendsten Rotweinsorten Europas ‘fusionieren’ in diesem Wein der ebenso ungewöhnlich ausgebaut wird. Eine Hälfte des Mostes wird in gebrauchten Barriques ausgebaut und die andere im Edelstahltank. Um anschliessend wieder zusammengeführt zu werden. Soviel vorab zu diesem Tropfen der für echte Spannung sorgt.

In der Bordeauxflasche steht eine kräftige, sehr intensive und satt wirkende Farbe. Ein knalloranges Etikett ziert die Flasche und nichts weiter als der Name Fusion steht drauf. Kein Buchstabe mehr, nichts, nada. Besser kann man ein Produkt nicht auf den Punkt bringen. Einzig die Typo lässt ‘Bewegung und Dynamik’ erahnen. Eine optisch äusserst intensive und wirksame Erscheinung. Auch deutsches Design kann schön sein. Der Impact passt und wer mehr wissen will kann sich am Rückenetikett weiterbilden.

Zitrusfrüchte und Gewürze

Im Glas dann ebenso eine dichte, aber sehr klare Farbe. Wunderschön erdbeerfarben gewährt der Wein tiefe Einblicke. Beim schwenken perlt der Wein leicht und man kann die Frische die sich den Weg an die Oberfläche sucht bereits riechen. In der Nase macht sich eine sehr animierende Frische breit und man vernimmt ein tolles zitrusfruchtiges Bukett. Gepaart mit Gewürznoten eine wunderbare Kombination. Die ‘Fusion’ erweckt den Eindruck als hätten sich hier die perfekten Teamplayer zusammen gefunden.

Frisch-Frecher Auftritt am Gaumen

Kaum den ersten Schluck im Mund macht sich sofort die frische Säure richtig frech bemerkbar. Zitrusfrüchte erkämpfen sich die Führungsposition und lassen keinen Zweifel aufkommen wer hier das Kommando hat. Am Gaumen macht sich sogar eine ganz leichte Süsse bemerkbar die in ebensolchen filigranen und zurückhaltenden Gerbstoffen eingebunden ist. Total vereinnahmend und fordernd setzt sich der Wein im Mund fest.

Am Gaumen pulsiert die ‘Fusion’ fröhlich vor sich hin und fast hat man das Gefühl sich im Film “The Saint” wieder zu finden. So kalt und frisch ist auch diese Fusion. Nur dass es hier um Rebsorten geht, die leider auch nicht gratis für die Welt bestimmt sind. Es perlt, es zischt und es rockt auf der Zunge und der gute Tropfen macht keine Anstalten sich beruhigen zu wollen. Kraftvoll und würzig breitet er sich aus und die Säure spielt die ‘Erste Geige’. Ein wahres Konzert der lauten Töne ohne dabei Lärm zu machen. Ein richtig süffiger und gradliniger Tropfen dem es merkbar Spass macht sich seinen Weg über den Gaumen zu suchen.

Der Wein ist sicher nichts für Leute mit Säure-Problemen. Wer aber auf Weine mit Biss und Würze steht, der hat mit der ‘Fusion’ einen tollen Spielkameraden. Gerade jetzt wo der Sommer noch da ist, lindert Sven Leiners Rosé so manchen heissen Tag perfekt. Mit 6,50 € noch dazu um einen Preis der fast schon unanständig ist. ‘Fusion genehmigt!’

Tipp: Auf 8-10ºC Trinktemperatur bringen und dann einfach ab ins Glas und geniessen.

Wein & und Winzer-Info:


Wein: Rosé ‘Fusion’
Winzer: Sven Leiner
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: -2013
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holz & Edelstahl
Besonderes: Zertifiziert (Lacon)
Dekantieren: Nein

Der Wein wurde uns von der K&U Weinhalle aus Nürnberg zur Verfügung gestellt.

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Kategorie: K&U Weinhalle (D), Verkostet

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