Siegergrüsse aus der Steiermark

| 29. Oktober 2018 | 0 Kommentare Alles lesen

Weinhof Leitner aus Ilztal

Weinhof Leitner aus Ilztal

Weingut Gschaar

Weingut Gschaar

Zwei Weine aus der Siegerliste der 21. Steirischen Weintrophy, welche am 11. April 2018 stattfand und an den Tourismusschulen Gleichenberg veranstaltet wurde, stehen heute zur Begutachtung an. 36 Finalisten (3 Finalisten in 12 Kategorien) wurden mittels Verkostungen herausgefiltert. Die 12 Sieger wurden dann am Tag der Gala von einer 12-köpfigen Jury ermittelt und entsprechend gekürt. Die beiden Sieger die jetzt hier im Glas sind, kommen vom Weinhof Leitner aus Ilztal und vom Weingut Gschaar aus Klöch. Vom “Leitnerhof” kommt ein Muscaris 2017, vom Weingut Gschaar ein Gelber Traminer 2017. Fotocredits: Weingut Gschaar und Weinhof Leitner

Muscaris 2017

Muscaris 2017 In der Nase: Ausgesprochen zarte Muskattöne in den Nasenflügeln. Rosenblätter, ein Tick Orange und leise Blütentöne etwas weiter hinten. Kein Duft der schreit, sehr angenehm.

Im Mund: Überraschend gesittet zeigt sich der Muscaris dann im Mund. Kein Überfall einer banalen Muskatbombe, vielmehr ein ausgesprochen eleganter Tropfen, einer der mit Ruhe punktet und sich durchaus auch gehaltvoll anfühlt. Weisse Blüten, feine Orangentöne und eine ungewöhnlich leichte Muskatnote sorgen für Entspannung in der Luke. Am Gaumen zärtlich herb, am Zungenrand agil und frisch. Das Finale ganz fein “muskatellig” mit einem Schuss von weissem Blütenstaub und einem Tröpfchen Zitrone. Überhaupt fühlt sich der Kerl leichtfüssig, verspielt und komplikationslos an. Ein Wein der einfach Spass macht, den man auch reuelos in etwas grösseren Mengen unbeschwert geniessen kann. Trinkt sich von alleine weg.

Gelber Traminer 2017

Gelber Traminer 2017 In der Nase: Still und leise duftet der Tropfen vor sich hin. Etwas Gras, etwas Rose, etwas feuchter Stein. Unaufgeregt, fast schüchtern, ungewöhnlich verhalten. Ein richtiger Geheimniskrämer.

Im Mund: Erstens trocken, zweitens ganz fein würzig, drittens herrlich leicht im Mund. Auf der Zunge eine sehr dezente Würze, am Gaumen trocken wie ein Wüstenwind. Erst im Abgang und im Nachhall kommt ein wenig angenehme Wärme auf im Rachen. Da zeigt sich dann die ganze Aromatik des Traminers, da tauchen plötzlich Rosentöne auf, eine freche Zitrusnote mischt sich ein und sorgt für den Extrakick an Frische. Im Mund selbst fühlt sich der Tropfen schwerelos an, zieht flott und flink über die Zungenmitte und hinterlässt ein eingenehmes Mundgefühl. Ein Traminer der nicht unnötigen Krach im Mund macht, sondern einer, der sich durch ganz leise Töne auszeichnet. Toller Trinkfluss inklusive. Ein Gelber Traminer der Spass macht.

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Kategorie: Verkostet

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