Weineinkauf Teil IV: Bewertungen in Onlineshops

| 25. Mai 2011 | 0 Kommentare Alles lesen

Seit einiger Zeit berichten wir in unserer Serie Weineinkauf zu den unterschiedlichsten Herangehensweisen und wie man sich den Weineinkauf um einiges leichter macht.

In Teil I wurde über Punkte und Bewertungen berichtet, Teil II sollte helfen, sich beim Weineinkauf nach Etikett nicht zu verlaufen und in Teil III befassten wir uns mit bekannten und unbekannten Winzern und Weinen.

Heute betrachten wir ein Thema, das für jeden Weinfreund gleichermassen interessant ist. Speziell für jene, die ihre Weine gerne online kaufen und dort immer wieder auf eines stossen, nämlich auf

Leserbewertungen und Verkostungskommentare

Sie kaufen Ihre Weine gerne online und lesen deshalb fleissig jede Bewertung die andere dazu abgegeben haben. Am Ende stehen sie da und haben 30 positive Lesermeinungen und 7 negative. Diese sind jedoch so schlecht, dass Sie ernsthaft daran zweifeln ob die 30 positiven richtig sein können.

Ein anderer Wein, der in höchsten Tönen beschrieben und angeboten wird, hat jedoch keine einzige Bewertung und es ist Ihnen deshalb nicht möglich auf die Erfahrung anderer zurück zu greifen. Ist der Wein nun wirklich so gut wie angepriesen, wird aber einfach nicht gekauft weil ihn keiner kennt, oder sind die Käufer einfach schreibfaul und wollen ihre Meinungen dazu nicht weitergeben?

Unsere Empfehlung: An all die Bewertungen in Online-Shops sollte man mit einem gesunden Maß an Menschenverstand herangehen. Wenn man sich nur genug Lesermeinungen ansieht wird man feststellen, dass diese oft nur Umschreibungen bzw. ähnliche Darstellungen der eigentlichen, originalen Beschreibungen des Winzers, des Händlers oder sonstiger Beschreibungen sind. Diese Tatsache lässt darauf schliessen, dass nicht gerade “Experten” dahinter stehen. Das soll aber nicht jene Kommentare von Lesern herabstufen, die tatsächlich aus “eigener Kraft” versuchen Weine zu beschreiben und ihre Meinung kundzutun. Vielmehr soll es dazu animieren seine eigene Erfahrung zu machen. Wie schon einmal an anderer Stelle erwähnt, muss sich die Meinung anderer nicht unbedingt mit Ihrer und schon gar nicht der Geschmacksinn anderer mit Ihrem decken.

Erschwerend kommt hinzu, dass viele dazu neigen den wenigen negativen Stimmen mehr Gehör zu schenken und die positiven deshalb in Zweifel ziehen. Die Frage “Was ist, wenn da was Wahres dran ist” brennt sich förmlich ein und verhindert Objektivität und Unvoreingenommenheit. Lesen Sie die Lesermeinungen, aber gewichten Sie diese nicht zu stark. Sie wissen was Ihnen schmeckt und was Sie wollen. Wenn Sie den Wein nicht kennen bleibt Ihnen so und so nichts anderes übrig als zu riskieren. Am Ende bewerten und beantworten nur Sie ob der Wein den Versuch und sein Geld wert war oder nicht. Mit oder ohne Leserbewertung.

Wie kaufen Sie ihre Weine ein? Auf “traditionelle” Weise, mit Wert auf persönlicher Beratung, oder “shoppen” Sie auch gerne online? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit und lassen Sie unsere Leser davon profitieren.

Andere Teile der Serie “Weineinkauf”

Weineinkauf Teil I: Punkte und Bewertungen
Weineinkauf Teil II: Kauf nach Etikett
Weineinkauf Teil III: Bekannt und Unbekannt
Weineinkauf Teil V: Spezial- und Sonderaktionen
Weineinkauf Teil VI: Die Erwartungshaltung

Kategorie: Blog

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